Olav Gutting MdB besucht Handwerksbetrieb in Schwetzingen
Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Olav Gutting bei Handwerksbetrieb in Schwetzingen – im Gespräch mit Geschäftsführer Markus Franz die Bedeutung von Stabilität, Planungssicherheit und Bürokratieentlastung unterstrichen
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Olav Gutting besuchte im Rahmen einer Betriebsbesichtigung den Handwerksbetrieb Maler Punkt GmbH in Schwetzingen. Der Familienbetrieb ist seit Jahrzehnten in der Spargelstadt ansässig. Im Gespräch mit Geschäftsführer und Obermeister Markus Franz informierte sich der CDU-Abgeordnete über den Maler- und Lackierbetrieb und die aktuellen Herausforderungen in der Handwerks- und Baubranche.
„Das Handwerk ist ein so bedeutender und gleichzeitig häufig unterschätzter Wirtschaftszweig in unserem Land. Selten steht das Handwerk im Zentrum der politischen Debatte und der öffentlichen Aufmerksamkeit. Dabei sind die mittelständischen Handwerksbetriebe ein Rückgrat unserer Wirtschaft“, so Gutting. Mit einem Umsatz von rund 766 Milliarden Euro beträgt der Anteil des Handwerks an der Bruttowertschöpfung in Deutschland rund 7,8 Prozent. Zum Vergleich: Der Anteil der Automobilindustrie an der Bruttowertschöpfung liegt bei etwa 4,7 Prozent. Rund 5,6 Millionen Beschäftigte sind im Handwerk tätig. „Bei uns in der Branche werden gute Löhne gezahlt“, unterstrich Franz, der auch stellvertretender Landesinnungsmeister ist. Aktuell seien in seiner Firma acht Beschäftigte tätig, so der Geschäftsführer.
Franz führte den CDU-Bundestagsabgeordneten über das Betriebsgelände, auf dem in den letzten Jahren kräftig investiert und neue Hallen errichtet wurden. Dabei vermiete man Betriebsgelände und Büroräumlichkeiten auch an andere Firmen, erläuterte Franz. So gebe es auf dem Gelände beispielsweise noch Schreinerei- und Karosseriebetriebe. Das Konzept komme der Idee des „shared space“ nahe und ermögliche eine effiziente und flexible Raumnutzung. Die Auslastung liege aktuell bei 100 Prozent. Es gebe immer wieder Anfragen von weiteren Unternehmen. „Zudem ergeben sich so wichtige Synergieeffekte zwischen den unterschiedlichen Handwerksbetrieben. Das ist ein großer Vorteil“, erklärte Franz.
Die Firma lege zudem viel Wert auf Aus- und Weiterbildung, so der Geschäftsführer. „Wir haben normalerweise drei Auszubildende im Betrieb, konnten zuletzt aber leider nicht alle Ausbildungsstellen besetzen“, so Franz. Den Fachkräftemangel spüre man im Handwerk stark.
Angesprochen auf die aktuellen Herausforderungen in der Handwerks- und Baubranche wünschte sich Franz vor allem mehr Planungssicherheit für die Wirtschaft. „Politische Unsicherheit ist Gift für die Wirtschaft. Ein Beispiel hierfür ist das Heizungsgesetz, welches für ein hohes Maß an Unsicherheit gesorgt hat. Das hält private Investitionen zurück, die wir dringend benötigen. Deshalb brauchen wir wieder eine stabile Regierung, die entschlossen handelt. Wir brauchen Stabilität und Verlässlichkeit für die Wirtschaft“, unterstrich Gutting.
Ein weiteres Thema des Gesprächs war der Bürokratieabbau. Überbordende Bürokratie und ausufernde Auflagen gebe es auch in seiner Branche, so Franz. „Wir müssen die Wirtschaft massiv von Bürokratie entlasten, wir brauchen einen Bürokratierückbau. Das ist ein Wirtschaftsförderprogramm, das uns keinen Cent kosten wird“, so Gutting. Gerade viele kleine und mittelständische Betriebe würden unter der Bürokratielast ächzen und könnten diese kaum noch bewältigen. Die Union setze sich daher für die „one in – two out“-Regel ein, wonach für jede neue Regelung zwei bestehende Regelungen abgeschafft werden müssen. Außerdem wolle die Union einen deutlichen Rückbau der Berichtspflichten. Auch Ausschreibungen sollten vereinfacht werden, dies sei gerade für das Handwerk wichtig. „Wirtschaft ist nicht alles, aber ohne Wirtschaft ist alles nichts. Wir brauchen eine Wirtschaftswende für mehr Wachstum und Beschäftigung im Land. Hierfür haben wir als Union einen klaren Plan, den wir bereits in den ersten Regierungstagen umsetzen wollen. So wollen wir beispielsweise für mehr Flexibilität die tägliche Höchstarbeitszeit durch eine maximale Wochenarbeitszeit ersetzen und Überstundenzuschläge steuerfrei stellen“, erklärte Gutting. „Gespräche mit mittelständischen Handwerksbetrieben in meinem Wahlkreis sind eine wichtige Rückkoppelung mit Praktikern vor Ort“, dankte der CDU-Parlamentarier abschließend Franz für das Gespräch.