CDU Stadtverband Schwetzingen

CDU-Stadtratsfraktion im Gespräch mit dem Inklusionsbeirat Schwetzingen

Gleichberechtigte Teilhabe aller ist beständige Aufgabe

Zu einem Dialog über aktuelle Themen traf sich die Stadtratsfraktion der CDU Schwetzingen mit Gerhard Rummel und Jens Rückert, den beiden Vorständen des Inklusionsbeirats der Stadt Schwetzingen. „Für uns als Christdemokraten ist die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am gesellschaftlichen Leben in der Stadt ein wichtiges Anliegen und ein beständiger Auftrag, an dem wir weiterarbeiten wollen. Daher ist der heutige Austausch so wichtig, um darüber zu sprechen, wie wir weitere Verbesserungen in diesem Bereich erreichen können“, so der Vorsitzende der CDU Schwetzingen und Stadtrat Nils Melkus. Das Thema sei enorm wichtig, seien doch viele Menschen im Laufe ihres Lebens hiermit konfrontiert. „Etwa durch einen Unfall oder Krankheit im Alter kann jeder von einer Behinderung oder Einschränkung betroffen sein und das Thema Inklusion kann nochmals eine persönliche Bedeutung bekommen. Inklusion ist ein echtes Querschnittsthema“, so Stadtrat Ulrich Renkert.

Rummel und Rückert berichteten über die ehrenamtliche Arbeit des Inklusionsbeirats. Dieser setze sich seit der Gründung im Spätjahr 2023 für die Anliegen von Menschen mit Behinderungen, für Inklusion und Barrierefreiheit in Schwetzingen ein. Der Beirat umfasse laut Satzung neun stimmberechtigte Mitglieder sowie Vertreter der Fraktionen im Schwetzinger Gemeinderat als beratende Mitglieder. Für die CDU-Fraktion ist Stadträtin Rita Erny Mitglied des Beirats.

„Wir wollen informieren und sensibilisieren sowie an konkreten Verbesserungen in der Stadt mitarbeiten. Einige wichtige Projekte konnten wir in den letzten Jahren bereits umsetzen“, machte Gerhard Rummel deutlich. So gebe es seit Anfang Juli 2023 mit Martin Köhl einen hauptamtlichen kommunalen Behindertenbeauftragten im Rathaus – ein wichtiges Anliegen und aktiver Impuls aus dem damaligen inklusiven Planungsteam heraus. Er sei der erste Ansprechpartner zu allen Fragen rund um das Thema Inklusion und Barrierefreiheit. Köhl biete hierbei auch Beratung und Unterstützung für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen an. Aktuell arbeite man nicht nur gemeinsam an einem inklusiven Aktionsplan, sondern auch an einer eigenen Internetpräsenz des Beirats, um digitale Beratungs- und Informationsangebote weiter auszubauen. Viermal im Jahr organisiere der Beirat zudem den „Runden Tisch Inklusives Schwetzingen (RIS)“. „Wir bieten hier ein niedrigschwelliges Angebot und für alle offenes Bürgerforum zum Dialog für Menschen mit und ohne Behinderung an.

Der direkte Austausch ist gerade auch für Angehörige enorm wichtig. Hier informieren wir zudem immer wieder über spezifische Themen und Angebote, wie zuletzt über Wege zu einer inklusiven Kommune am erfolgreichen Beispiel der rheinland-pfälzischen Verbandsgemeinde Nieder-Olm“, machte Rückert deutlich.

Auch diese Formate zum Dialog und Austausch mit externen Partnern wolle man weiter ausbauen. Rückert berichtete auch über das inklusive und integrative Sportprojekt, den Open SportySunday des TV Schwetzingen 1864 e. V., den er federführend leitet und zusammen mit einem großen Team organisiert. Hier können Kinder mit und ohne Behinderung einmal im Monat gemeinchaftlich Sport machen. „In spielerischer Form voneinander lernen und gegenseitig Rücksicht nehmen: Der Open Sporty Sunday ist ein inklusives Leuchtturm- und Vorzeigeprojekt, das hierfür bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, seit 2021 weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt istund als besonderes Veranstaltungsformat in Baden-Württemberg eine absolute Alleinstellung hat. Schön, dass es ein solches kostenfreies Angebot in Schwetzingen für alle Kinder aus der gesamten Region gibt“, so Stadtrat Markus Bürger, der selbst im TV Schwetzingen aktiv und als Open Sporty Sunday Coach engagiert ist. „Diese inklusiven und integrativen Sportprojekte werden wir in allen möglichen Abteilungen unseres Vereins konzeptionell entwickeln und als dauerhafte Angebote weiter ausbauen“, betonte Rückert. Auch andere Schwetzinger Vereine wolle man verstärkt für das Thema Inklusion sensibilisieren und sie beim Aufbau inklusiver Strukturen fachlich beraten. 

Beim Thema Barrierefreiheit im Stadtgebiet und bei Bauprojekten setze man sich beständig für Inklusion ein. Beim Projekt „Schwetzinger Höfe“ entstehe auch barrierefreier Wohnraum – ein Anliegen des Inklusionsbeirats, das gemeinsam mit dem Projektträger Epple umgesetzt werden konnte. Melkus sprach den geplanten Ausbau der Johann-Michael-Zeyher-Grundschule zur gebundenen Ganztagesgrundschule an. Hier sei es wichtig, den Behindertenbeauftragten und den Inklusionsbeirat fachlich einzubinden. Diskutiert wurde außerdem über die Barrierefreiheit im Freizeitbad bellamar – hier könne ein Rundgang des Beirats zu diesem Thema sinnvoll sein.

„Der Inklusionsbeirat leistet enorm wichtige Arbeit und einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Stadt. Als CDU-Fraktion können wir einige Themen für die kommunalpolitische Arbeit mitnehmen“, dankte Stadträtin Rita Erny abschließend für den offenen Dialog.