Umfassendes Hitzeschutzkonzept für Schwetzingen
Die CDU-Fraktion im Schwetzinger Gemeinderat hat Anfang September einen Antrag für ein umfassendes Hitzeschutzkonzept für die Spargelstadt in den Gemeinderat eingebracht. „Wir alle spüren es: Die Hitzeperioden im Sommer werden länger und intensiver, die Temperaturen steigen, die Trockenheit nimmt zu. Das hat nicht zuletzt dieser Sommer nochmals deutlich gemacht. Wir müssen jetzt nicht nur über Hitzeschutz sprechen, sondern auch konkret an Lösungen arbeiten und Maßnahmen ergreifen. Dabei geht es uns nicht um punktuelle Einzelmaßnahmen, sondern um ein schlüssiges Gesamtkonzept“, so Fraktionsvorsitzende Sarina Klein.
Die Christdemokraten befürworten ein umfassendes Hitzeschutzkonzept für Schwetzingen, welches die Stadtverwaltung erarbeiten und dem Gemeinderat zur Entscheidung vorlegen soll. „Hierbei müssen alle bereits ergriffenen und zukünftigen Maßnahmen zum Hitzeschutz in der Stadt erfasst sein“, erklärt Stadtrat Markus Bürger, der den Antrag für die Fraktion maßgeblich ausgearbeitet hat.
Ein besonderer Fokus müsse aus Sicht der CDU auf vulnerable Gruppen gelegt werden. „Ältere Menschen, Kinder und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen leiden besonders unter der Hitze. Hier müssen wir ansetzen und diese Gruppen besonders schützen. Daher muss das Konzept unbedingt auch Schulen und Kindergärten umfassen“, unterstreicht Stadtrat Ulrich Renkert. In Schulen und Kindertagesstätten sollte über kühle Aufenthaltsräume und Beschattungen nachgedacht werden. Hier könnten auch die Fördervereine eingebunden werden.
Zusätzlich setzen sich die CDU-Stadträte für zusätzliche Trinkbrunnen und Wasserspender in der Stadt ein. „Der Trinkbrunnen am Bahnhof ist gerade umgebaut worden und nun auch barrierefrei. Wir sollten aber auch weitere Trinkbrunnen an öffentlichen Plätzen und Orten errichten“, so Stadträtin Rita Erny. Zudem könnten an besonders starken Hitzetagen gekühlte Räume – etwa der Ratssaal - öffentlich zugänglich gemacht werden.
Die CDU befürwortet auch zu prüfen, welche Orte sich für eine zusätzliche Beschattung durch Bäume und eine Entsiegelung eignen, um die Aufenthaltsqualität zu verbessern.
„Insgesamt müssen für diese Maßnahmen auch Fördermöglichkeiten von Bund und Land geprüft werden“, so Dr. Horst Herrmann.
Die CDU möchte außerdem die Information der Bürgerinnen und Bürger verbessern. „Wir sollten die Menschen darüber informieren, welche Hitzeschutzangebote es in der Stadt gibt, welche Maßnahmen bei Hitze ergriffen werden und was Handlungsempfehlungen sind. Das könnte digital beispielsweise über eine App erfolgen“, so Bürger.
„Beim Hitzeschutz braucht es in jedem Fall kein Stückwerk, sondern einen Masterplan Hitzeschutz für Schwetzingen. Der sollte nun von der Stadtverwaltung ausgearbeitet werden“, so Stadtrat Nils Melkus abschließend zum Antrag der CDU. Die Christdemokraten laden alle Fraktionen zur Unterstützung des Antrages ein.